Es spielten und trafen: Saalmann, Lewandowski (je 6), Baier (4), Kachelmaier (3), Niese, Voß (je 2), Seifert, Pütz (je 1).
von: Andreas Dach
HGR: Ruck geht durchs Team
HANDBALL Mit seinen neuen Trainern kehrt Remscheid in der Oberliga in die Erfolgsspur zurück. Wir wissen nicht im Detail, was Lukas Steinhoff und Detlef Randzio in der zurückliegenden Woche mit der Mannschaft angestellt haben. Wir wissen nur, dass die neuen Trainer des Handball-Oberligisten HG Remscheid offenbar die richtigen Maßnahmen getroffen haben.
Mit einem völlig verdienten 25:22 (12:12)-Erfolg beim MTV Rheinwacht Dinslaken setzte die HGR ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Mehr noch: Der Auftritt war derart von Kampf, Leidenschaft und Emotion geprägt, dass der Klassenerhalt bei weiteren Vorstellungen dieser Art zumindest nicht mehr gänzlich ausgeschlossen scheint.
„Wir müssen jetzt genau so weiterarbeiten!“
Detlef Randzio, HGR-Trainer
„Da war richtig Feuer in der Mannschaft“, sagte Lukas Steinhoff nach emotionsgeladenen 60 Minuten. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich zuletzt so sehr über einen Sieg gefreut habe.“ Sein Kompagnon Detlef Randzio blickte schon voraus: „Wir müssen jetzt genau so weiterarbeiten.“ Von der ersten Sekunde an packte Remscheid zu. Spielte mit Selbstvertrauen, Dynamik und Lust. Eben so, wie das länger schon nicht mehr zu erleben gewesen war. „Man hat schon beim Training in der Woche gemerkt, dass ein Ruck durchs Team gegangen ist“, stellte Linksaußen Philip Baier fest. „Das war eine supergeile Leistung von uns.“
Wenn es überhaupt etwas zu bemäkeln gibt: Die Gäste hätten gegen die behäbigen Dinslakener schon vorzeitig den Sack zumachen können. Nein: müssen! Exemplarisch sei die 43. Minute genannt. Bei einer 17:15-Führung scheiterten Jacek Krajnik (zweimal) und Lukas Pütz innerhalb von Sekunden freistehend. Solche Fehler werden normalerweise bestraft.
Nicht so gestern. Da passte alles. Inklusive des gelungenen Debüts von Dominik Voß. Der 19-Jährige, der aus der eigenen Jugend stammt („Ich bin seit dem vierten Lebensjahr bei der HGR“) und zuletzt in der 2. Mannschaft spielte, wurde von seinen Trainern ins kalte Wasser geworfen. Dort bewegte sich der Spielmacher so sicher wie in einem muckelig warmen Thermalbad. „Ich bin froh, wenn ich helfen konnte“, sagte der Remscheider hinterher bescheiden. Das Gesicht des zurückgekehrten HGR-Erfolgs trug auch seine Züge.
